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Unsere Ausstellungen

 

"Betzdorf... schwarz auf weiß"

Bücher-Ausstellung 25.-28.11.2004

(Foto: Hans Schmidt)

 

Über 350 Besucher bei der ersten Ausstellung des BGV, die Ende November 2004 von Bürgermeister Michael Lieber im Rathaus eröffnet wurde ! 210 Bücher aus und über Betzdorf, die in zehn Bereiche zusammengestellt waren, standen den Besuchern zum Schmökern zur Verfügung. Und davon wurde rege Gebrauch gemacht !

In der ersten von zwei gut besuchten Lesungen hörten die Besucher zunächst einen Kurzvortrag vom Redakteur der Siegener Zeitung, Dr. Andreas Goebel, „Über Geschichten zur Geschichte“, orientiert an drei historischen Postkarten der Jahrhundertwende 1900 von einem Betzdorfer Kaplan an seinen Freund an der Saar.  Danach hatte BGV-Beiratsmitglied Michael Schütz drei seiner ehemaligen Schüler aus der Christophorusschule gebeten, ihre selbst erarbeiteten Beiträge zur Betzdorfer Geschichte vorzulesen. Anna Kohl, Niklas Leicher und Steffen Seifner boten Interessantes zu den Themen: Apotheken in Betzdorf, Partnerschaftsstadt Denizli und Pfarrgemeinde Maria Königin Betzdorf-Bruche.

In der zweiten Lesung trugen drei Generationen, nämlich der Redakteur der Rhein-Zeitung, Peter Seel, Buchhändler Wolfgang Sarrazin und die 91jährige ehemalige Verwaltungsangestellte Gerda Gross geschichtliche Beiträge aus Betzdorf der 1970er, 1950er und 1920er Jahre vor. Besonders der von Gerda Gross vorgelesene und von einem unbekannten Autor geschilderte Spaziergang durch das Betzdorf der 1920er Jahre fand großen Anklang.

Der Betzdorfer Geschichte e.V. bot dazu ein Bücherverzeichnis an.

 

"Betzdorf nach dem 12.März 1945"

Foto-Ausstellung 12.-13.3.2005

(Foto: Hans Schmidt)

 

Gedenkveranstaltung zum 12. März 1945 

(Predigttext von Pfr.i.R. Rolf Wagner hier, Gedenkworte von Bürgermeister Michael Lieber hier)

Ausstellung "Betzdorf in den Tagen nach dem 12. März 1945"

Fast 1.000 Besucher in nur zwei Tagen, das hatte selbst der BGV nicht erwartet. Die vielen Besucher wollten noch einmal das Betzdorf am „12. März 1945 und in den Tagen danach“ sehen, soweit der BGV in der Lage war, es darzustellen. Auf 22 Stellwänden waren 63 Fotos ausgestellt, die in erster Linie die Stadt nach den Bombenangriffen der 8th. US Air Force zeigten. Da Betzdorf zu 67 % beschädigt und 20 % der Häuser völlig zerstört wurden, konnte trotz der zahlreichen alten Aufnahmen das wirkliche Drama dieser Tage nicht wiedergegeben werden.

Außerdem standen den Besuchern zahlreiche amerikanische Protokolle zur Einsicht zur Verfügung, die Auskunft über die Planung, den Einsatz und den Erfolg der Bombenangriffe gaben. Nachdenklich standen die Besucher vor Originalbomben, die vom Kampfmittelräumdienst Koblenz bereitgestellt worden waren.

Von der ausgestellten 250 Kg-Bombe (Fünf-Zentner-Bombe) wurden in Betzdorf alleine am 12. März 1945 228 Stück abgeworfen und 2.978 Ein-Zentner-Bomben (50 Kg-Bombe) fielen nur an diesem Tag besonders auf Hohenbetzdorf. Die Stabbrandbomben wurden gar nicht gezählt, die zu Hunderten Feuer auf Betzdorf regnen ließen.

Eine solche Stabbrandbombe hatte die Klasse 7a der DOS Betzdorf während einer Biologiestunde im Wald gefunden, sich intensiv mit dem Thema „Betzdorf vor 60 Jahren“ beschäftigt, Zeitzeugen befragt und eine informative Wandzeitung erstellt, die auch zu sehen war.

Durchgehend wurde die Frühjahrszeit 1945 in der Ausstellung diskutiert, da zahlreiche Zeitzeugen den Weg ins Ev. Gemeindehaus fanden, aber auch viele junge Besucher wissen wollten, in welcher Weise Betzdorf damals betroffen war.

Der materielle Schaden ist bis auf ganz wenige Ausnahmen, so auf einem Trümmergrundstück in der Jung-Stilling-Straße, längst beseitigt, aber die

 138 Toten unter der Zivilbevölkerung, darunter 24 Zwangsarbeiter,

die 36 Opfer unter den deutschen Soldaten bei den Kämpfen um Betzdorf (außerdem eine unbekannte Zahl amerikanischer Soldatenopfer) und die

82 so genannten Bunkerkinder, die ihren Aufenthalt in den sauerstoffarmen Bunkern mit dem Erstickungstod bezahlen mussten,

 dürfen nicht vergessen sein.

 

"Wilhelmstraße... wie sie früher einmal war"

Foto-Ausstellung 2.-8.10.2006

Die 3. Ausstellung des BGV: „Wilhelmstraße...wie sie früher einmal war“ im Küchen- und Wohndesign Schumann in der Siegpassage wurde zum vollen Erfolg. An historischem Platz, hier stand vor über 100 Jahren das Germania-Bad, das Betzdorf fast zur Badestadt hätte aufsteigen lassen. Jedoch stellt der Arzt wegen eines Unfalls den sehr erfolgreichen Badbetrieb wieder ein.

Auf 20 Ausstellungswänden präsentierten sich fast 150 Fotos, die zu folgenden Themen den Wandel der Zeit in der Wilhelmstraße dokumentierten:

-         1. Der Bahnübergang in der Wilhelmstraße  

-         2. Luftaufnahmen der Wilhelmstraße

-         3. Häuser an der Wilhelmstraße           

-         4. Industriebetriebe an der Wilhelmstraße

-         5. Handel an der Wilhelmstraße      

-         6. Hotels/Gaststätten an der Wilhelmstraße

-         7. Kriegsauswirkungen

-         8. Umzüge durch die Wilhelmstraße

-         9. Hochwasser in der Wilhelmstraße

In den ersten sechs Tagen wurden über 500 Besucher gezählt und am Barbaratag alleine waren es weitere 500 Besucher.

 

"Bruche... wie es früher einmal war"

Foto-Ausstellung 30.3.-1.4.2007

 

alles zu den Fest-Veranstaltungen hier !
"Bahnhofstraße/Poststraße... wie sie früher einmal waren"

Foto-Ausstellung 6.-12.10.2007

 

Weit über 1.000 Besucher:

5. BGV-Ausstellung in der Kreissparkasse

 

Alle Redner: Vorstandsmitglied Markus Keggenhoff, Landrat Michael Lieber und Bürgermeister Bernd Brato, lobten während der Eröffnung der 5. BGV-Ausstellung „Bahnhof- / Poststraße...wie sie früher einmal waren“ in der Kreissparkasse das Engagement des Betzdorfer Geschichte e.V. (BGV). Die über hundert Besucher waren von der Bildauswahl begeistert, die der BGV-Vorsitzende Ernst-Helmut Zöllner kurz vorstellte. Die musikalische Umrahmung durch die Big-Band des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums wurde mit viel Beifall bedacht.

Am 6./7. Okt. war die Ausstellung ganztägig geöffnet und weit über 1.000 Besucher schauten sich die Straßen, wie sie früher waren, genauer an. Bemerkenswert war der Besuch von vielen jungen Leuten und Familien. Jung und Alt diskutierten miteinander über das Betzdorf von früher im Vergleich zu heute. Es entspannen sich intensive Diskussionen zum Wettbewerb, den der BGV mit sehr schweren Fragen gefüllt hatte. Zahlreiche Besucher entwickelten den Ergeiz, auch ohne Hilfestellung die Antworten zu finden. Doch nach dem aufmerksamen Besuch der Ausstellung war die Lösung kein Problem mehr und 673 richtige Lösung kamen in die Auslosung.

Ein besonderes Highlight bot vor den vielen Besuchern in der überfüllten Kreissparkasse der Bucher Chor „Haste Töne“. Ein halbe Stunde lang brillierten die jungen Sängerinnen und Sänger mit ihren ansprechenden Liedvorträgen. Der Chef der Kreissparkasse Betzdorf, Horst Knautz, stellte zwischen dem Chor und dem BGV eine Erfolgsverbindung her, da beide Vereine sich ständig positiv in der Öffentlichkeit zeigten.

Eine zweijährige Glücksfee zog am Sonntag die Gewinner: 1. Stereogerät: Rita Mühlbach, Betzdorf, 2. Preis: DVD-Player: Edith Kolb, Betzdorf, 3. Preis: MP 3-Player: Kunigunde Mailinger, Scheuerfeld, 4. und 5. Preis: Rundflug über Betzdorf: Gisbert Schmidt, Alsdorf und Branislav Dzodzovic, Betzdorf. Bürgermeister Bernd Brato fungierte als „Aufsichtsbeamter“ und beschenkte die kleine Glücksfee mit dem zusammengebauten Bastelbogen „Betriebsamt Betzdorf“, den der BGV zum Barbarafest herausgebracht hatte.

Während der gesamten Woche schauten sich immer wieder zahlreiche Besucher die etwas verkleinerte Ausstellung an.

 
Hohenbetzdorf...wie es früher einmal war

Fotoausstellung 08.-22.Oktober 2010

Ausstellungseröffnung am 8.Oktober und erstes Wochenende

Vom 9. bis 22.Oktober stellte der BGV in den Räumlichkeiten der Westerwald-Bank über 160 Fotos von dem Betzdorfer Ortsteil aus. Am 08.10. fand die Ausstellungseröffnung statt. Die feierliche Veranstaltung wurde von mehr als 150 Gästen besucht und vom Klarinettentrio der Stadtkapelle unter der Leitung von Michael Velten musikalisch umrahmt.

Geschäftsstellenleiter Hubert Wagner stellte die Bedeutung solcher Ausstellungen heraus und freute sich, „seine“ Räume zur Verfügung stellen zu können.

Der Geschäftsführer des BGV, Gerd Bäumer, hielt den Festvortrag und gab einen kurzen Überblick über die geschichtlichen Zusammenhänge des Gebietes an den Hängen des Molzberg. Die Zeitschiene reichte dabei zurück bis ins 13.Jahrhundert, zeichnete die rasante Entwicklung des Ortes nach dem Eisenbahnbau nach und ging über die große Zerstörung des letzten Weltkrieges bis in die Gegenwart. Bäumer gab außerdem einen Überblick über die ausgestellten Fotos und die Einzelthemen der Ausstellung.

In Vertretung des erkrankten Landrates richtete die Kreisbeigeordnete Dr.Heike Johannes ein Grußwort an das Auditorium und bedachte den noch so jungen Verein mit lobenden Worten. Der BGV, so stellte sie fest, sorge dafür, dass die vielen Facetten der Vergangenheit nicht in Vergessenheit geraten würden.

In diese Kerbe schlug auch Bürgermeister Bernd Brato, der die Grüße der Stadt Betzdorf überbrachte. Mit dem BGV und der WW-Bank hätten sich zwei ideale Partner gefunden, Teile der gemeinsamen Geschichte in sehr guter Weise darzustellen und so eine Diskussion zu den ausgestellten Ansichten zu ermöglichen.

Insgesamt gab es schon am Eröffnungsabend übereinstimmend viel Lob für die Macher der Ausstellung. Am Barabara-Wochenende besichtigten über 1.000 Besucher die ausgestellten Bilder. 468 Personen nahmen am Geschichtswettbewerb teil und der 5-jährige Jonas zog folgende Gewinner/innen:                           Freifahrt mit dem Heißluftballon: Ursula Wiesner (Betzdorf); Freiflug für 2 Personen mit dem Motorflugzeug: Johannes Bähner (Morsbach); Geschichtsbücher: Uwe Pfeifer, Sandra Richter und Maria Krause (alle Betzdorf).

(Fotos: BGV)

 

125 Jahre Amt Betzdorf

Fotoausstellung 06.-08.Mai 2011

BGV zeigte 330 Fotos zu 16 Themen aus den vergangenen 125 Jahren des Amtes Betzdorf

Betzdorf feiert sein 125-jähriges Bestehen als selbständige Bürgermeisterei, später nannte man sich Amt und heute Verbandsgemeinde Betzdorf. Dies war Grund genug für den Betzdorfer Geschichte e.V., zu versuchen, diese Zeit mit einer Fotoausstellung zu dokumentieren.

Nun ist es kaum möglich, zahlreiche Fotos von 1886 zu präsentieren, aber viele sehr alte und ältere Aufnahmen zeigen den Wandel der Zeit im Amt Betzdorf. Auf 37 Flächen zeigte der BGV 330 Fotos zu 16 unterschiedlichen Themen. Selbstverständlich waren als Themen vertreten: Bergbau, Eisenbahn, Industrieentwicklung, Handel und Gewerbe, Betzdorfer Vereine aus Kultur und Sport, Kirchengemeinden und Schulen, Kriegszeiten und Stadtwerdung sowie alle Außengemeinden. Zwischendurch wurde immer wieder auch der BGV-Film „Betzdorf – Bergbau – Bahn – Bewegte Zeiten“ gezeigt.

Außerdem hielt der BGV erstmals interessante Ausstellungsstücke im Barbarasaal bereit. Dazu zählten z.B. das Läutewerk der letzten Betzdorfer Dampflok, die heute in Lichtenfels/Franken saniert wird oder der Olympia-Anzug von Hans-Jürgen Orthmann für die Olympiade Moskau 1980. Der Langstreckenläufer war nominiert und eingekleidet, konnte damals aber nicht teilnehmen, da zahlreiche westliche Staaten ihre Teilnahme wegen des Einmarsches der Sowjetunion in Afghanistan ablehnten.

Alle sehr zahlreichen Besucher konnten an einem Geschichtswettbewerb teilnehmen und Veröffentlichungen des BGV erwerben.

Neben der örtlichen Politprominenz besuchte auch der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Dr. Markus Merk unsere Ausstellung und trug sich neben den Unterschriften des Landrats Michael Lieber und des Bürgermeisters Bernd Brato in unser ausgelegtes Gästebuch ein.

 (Fotos: G.Bäumer)

 

150 Jahre Hellertalbahn

Fotoausstellung in der Bahnhofsvorhalle am 6.Mai 2012

Zum 150-jährigen Jubiläum der Eisenbahnstrecke durch das Hellertal hatte der Betzdorfer Geschichte e.V. zusammen mit den Eisenbahnfreunden Betzdorf eine Foto-Ausstellung konzipiert, die die beiden Vereine am 6.Mai in der Bahnhofsvorhalle präsentierten. Aufgepeppt durch einige Ausstellungsstücke gab es in den etwa 90 Fotos des BGV eine Retrospektive zur Strecke zwischen Betzdorf und Würgendorf zu sehen. Ernst-Helmut Zöllner, Klaus Klein und nicht zuletzt Hans Schmidt und Karl-Heinz Brato hatten die großformatigen Dokumente ausgesucht, ausstellungsgerecht aufgearbeitet und systematisch geordnet. Schmidt und Brato zeigten per Beamer zusätzlich noch eine hervorragend aufgemachte digitale Präsentation zum Thema, zumal es nicht nur Loks und Züge zu sehen gab, sondern z.B. auch Abzweige und Streckenposten.

Durch die Unterstützung von vielen einzelnen Personen, die einen kleinen Verkaufsstand mit Veröffentlichungen des BGV betrieben und für anstehende Fragen zur Verfügung standen, konnte so erfolgreich eine sehr ansprechende Ausstellung gezeigt werden. Das recht zahlreich erschienene Publikum aus nah und fern nahm das Angebot rege an und war, wie man an diesem Tag vielfach hörte, begeistert von den teilweise noch nie veröffentlichten Fotos.

Zu den Fotos: Hans Schmidt und Walter Benner am Verkaufsstand des BGV

(Fotos: G.Bäumer)

 

 

 

 

Die Wilhelmstraße... wie sie früher einmal war

Fotoausstellung im Einrichtungshaus Schumann 25. Sept. - 10. Okt. 2015

Als Preußen im Jahre 1815 die Ämter Altenkirchen, Friedewald und Freusburg zugesprochen bekam, setzte in der Folgezeit der Bau der so genannten Provinzialstraßen ein. So wurde die „Koblenz-Olper-Straße“ von 1841 bis 1843 gebaut. Die vorher „Eisenstraße“ genannte Verbindung erhielt nicht nur einen örtlich neuen Verlauf, sondern auch eine feste Decke und eine geregelte Unterhaltung.

Die Fernstraße wurde später weitergebaut und führte dann bis 1873 die Bezeichnung „Koblenz-Mindener-Straße“. Der lokal „Preußenstraße“ genannte Verkehrsweg erhielt per Betzdorfer Gemeinderatsbeschluss vom 24. Oktober 1894 ihren heute noch gültigen Namen: „Wilhelmstraße“. Patron war natürlich der erste Mann im Staat, der preußische König und deutsche Kaiser Wilhelm II.

Des „Kaisers Magistrale“ erhielt im Laufe der Zeit recht ansehnliche Häuserzeilen. Prachtvolle Bauten entstanden ebenso wie überaus erfolgreiche und große Firmen. Wohnhäuser wechselten sich mit Geschäftshäusern oder Gaststätten ab. Im unteren Teil siedelte sich Schwerindustrie an, die, aus kleinen und kleinsten Anfängen entstanden, ihren Lärm, ihren Qualm und ihren Staub über Anwohner und Passanten ausbreitete.

1933 entschied der Gemeinderat wieder eine Namensänderung, wieder zugunsten des ersten Mannes im Staat: „Adolf-Hitler-Straße“. Gut zwölf Jahre später, der Ort war zu großen Teilen zerstört oder stark beschädigt, kehrte ein neuer Gemeinderat am 7. September 1945 den damaligen Beschluss wieder um.

Seit nunmehr 70 Jahren gibt es nun wieder die Adresse „Wilhelmstraße“, Grund genug, die Geschichte der alten Provinzialstraße aufzuzeigen. Der BGV zeigte in einer Foto-Ausstellung 47 Bilder aus etwa 125 Jahren - denn: Im Frühjahr 1890 (also vor 125 Jahren!) eröffnete der Bahnarzt Dr. Eugen Euteneuer hier sein weit über die Grenzen hinaus bekanntes „Germaniabad“. Und dies sollte natürlich ebenfalls Erwähnung finden, die Entwicklung der Örtlichkeit dort wurde anhand von etwa 10 Fotos gezeigt.

Die Ausstellung zeigte bis zum 10. Oktober einen Abriss der Entwicklung einer Betzdorfer Hauptstraße.

Das Haus Schumann besteht übrigens seit 140 Jahren nach Standorten an der Steinerother Straße, der Bismarckstraße und jetzt der Wilhelmstraße. Die war für den BGV Grund genug, hier eine Ausstellung mit alten Ansichten zu konzipieren.

 

Fotos rechts:

Ausstellungseröffnung am 25. September

im Einrichtungshaus Schumann

(Fotos: G. Bäumer)

 

Betzdorf gestern und heute -

Ausstellung zur Geschichte der Region

 

Mehr als 100 zum Teil bisher unveröffentlichte Fotos zur Geschichte der Region Betzdorf zeigte der „Betzdorfer Geschichte e.V.“ in einer Ausstellung im „Haus der Betzdorfer Geschichte“ in der Bismarckstraße 20.

Die Eröffnung der Ausstellung fand am 20. November 2016 um 14:00 h statt, anschließend blieb für die Öffentlichkeit bis 17:00 h genügend Zeit, die Exponate ausführlich zu betrachten. Mitglieder des Vereins waren vor Ort, um auftretende Fragen zu beantworten. Der Eintritt war kostenlos, eine erneute Öffnung fand am 4. Dezember 2016, 14:00 - 17:00 h statt.

Wie ein roter Faden zog sich bei den ausgesuchten Fotos die historische Entwicklung von Betzdorf und der Umgebung durch die Auswahl: Vom kleinen Ortschaften mit nur „wenigen Räuchen“ und ein paar Fuhrmannskneipen über eine Gemeinde, die ihre Größe der Eisenbahn zu verdanken hat, bis hin zur größten Stadt des Kreises mit mittlerweile fast nur dienstleistender Wirtschaft wurde versucht, einen kleinen Überblick zu bieten. Natürlich kann nicht alles gezeigt werden, selbstverständlich hätte dieses oder jenes noch dazu gehört und wäre zu zeigen wert gewesen - aber das ist das Wesen einer Auswahl und bot Stoff zu durchaus erwünschten (und konstruktiven) Diskussionen.

Als besonderes Highlight zeigte der Verein eine interaktive Installation als Beitrag zu der städtischen Aktion „Digitale Dörfer“: Die Besucher können dabei auf einer Karte einzelne Häuser (der vier Haupt-Geschäftsstraßen) anklicken und sehen historische und aktuelle Ansichten dieser Häuser, die ggf. mit weiteren Informationen versehen sind. Obwohl es sich hierbei um eine so genannte „ß-Version“ handelt, ist das Projekt schon sehr weit gediehen und wurde anlässlich dieser Ausstellung erstmals präsentiert.

 

Die BGV-Ausstellung zog am ersten Besuchssonntag viele Besucher in ihren Bann, der Vorstand konnte ein überaus positives Fazit ziehen. Die Stellwände mit den mehr als 150 Fotos waren über Stunden regelrecht belagert und der große Saal im „Haus der Betzdorfer Geschichte“ in der Bismarckstraße gut gefüllt mit interessierten Heimatfreunden. Neben den erwähnten Fotos zur Geschichte von Betzdorf hatte der Verein mehrere Tische mit Gegenständen ausgelegt, die den Bezug der Bevölkerung zu ihren Lebensverhältnissen besonders unterstrich. Beleuchtet wurden die Säulen „Leben und Arbeiten“, „Eisenbahn“, „Vom Dorf zur Stadt“ und „Handel, Wirtschaft, Industrie“, die im vereinsinternen Museumskonzept verankert sind.

Zudem gab es auch für erwachsene Besucher die Möglichkeit zum Spiel: Erstmals wurde das Computer-Informationssystem vorgestellt. Hier konnte jeder die Computer-Mouse in die Hand nehmen und einen Spaziergang durch Betzdorf machen, um festzustellen, wie der Ort früher aussah und wie es jeweils heute dort aussieht. Diese Möglichkeit wurde häufig wahrgenommen.

Auch die zweite Öffnungszeit am 4.Dezember war für viele Besucher von nah und fern ein willkommenes Ziel an einem frostigen, aber sonnigen Sonntag-Nachmittag. Das Interesse war sehr groß, zeitweise bildeten sich Zweier- und Dreier-Reihen vor den Exponaten und der digitale Rundgang war nahezu durchgängig "belagert"

Der Vorstand ist sehr erfreut, dass die Betzdorfer Geschichte und die Geschichte der Umgebung so viele Menschen mobilisieren kann. Der Zuspruch macht Mut und bestärkt die Aktiven, auch weiterhin auf diesem Weg weiterzugehen.

(Fotos: H.Schmidt)

 

 

 

Klasse 4a besuchte „Haus der Geschichte“ des BGV

Die Klasse 4a der Christophorus-Grundschule in Bruche besuchte die aktuelle Ausstellung des BGV im „Haus der Betzdorfer Geschichte“. 18 Mädchen und Jungen erschienen nach einem 45-minütigen Fußmarsch mit ihren Klassenlehrerinnen Bianca Saul und Katrin Kruse in der Bismarckstraße und freuten sich über die wohltuende Wärme.

Heinz Stock, der Vorsitzende des BGV, begrüßte die Gäste und gab eine kurze Einführung, bevor BGV-Beiratsmitglied Franz-Josef Holschbach die „Geschichtsstunde“ übernahm und den wissbegierigen Schülerinnen und Schülern anhand von Daten und ausgestellten Gegenständen die Historie unserer Heimat näherbrachte. Die bereitgestellte Computer-Animation, in der mithilfe von Daten und alten und neuen Fotos die Geschichte von vier Betzdorfer Geschäftsstraßen dargestellt wird, fand großes Interesse. Manch ein Schüler wollte die „Maus“ gar nicht mehr aus der Hand geben, um weiter zu erforschen, was sich hinter dem nächsten Klick verbirgt.

Nach einer kurzen Frühstückspause konnten die großen Stellwände mit mehr als 150 historischen Fotos in Augenschein genommen werden, die Gäste waren sehr interessiert und lauschten aufmerksam den Erklärungen der BGV-Vorstandsmitglieder Hans Schmidt und Karl-Heinz Brato. Jede gestellte Frage konnte so fachkundig beantwortet werden.

Nach etwa zwei Stunden mussten die Grundschüler den Rückmarsch nach Bruche antreten. Die Klasse mit ihren Lehrerinnen verabschiedete sich von den BGV-Mitgliedern und bedankten sich für die große Fülle an Informationen und für die freundliche Aufnahme. Vorsitzender Heinz Stock dankte für den Besuch der Klasse 4a und wünschte ihr viel Erfolg bei ihrem Geschichts-Projekt. Der Verein wünsche sich mehr solcher Besuche, um bei den jungen Bürgern das Interesse an der eigenen Vergangenheit wecken zu können, so Stock.

 

 

 

(Fotos: H. Schmidt) 

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Verbindende Bauwerke:

Betzdorfer Brücken - gestern und heute

 

Zur Ausstellung des BGV

am 23. April und am 7. Mai 2017

im „Haus der Betzdorfer Geschichte“

 

 

 

 

 

 

 

BGV-Ausstellung „Betzdorfer Brücken“ zog viele Besucher an

Die jüngste BGV-Ausstellung lockte wieder viele interessierte Heimatfreunde in das „Haus der Betzdorfer Geschichte“. Trotz Sonnenschein ließen sich die Besucher nicht davon abhalten, die ca. 150 alten und neuen Bilder von Brücken im Raum Betzdorf zu betrachten, die der Verein im Laufe der Jahre zusammengetragen hat. Nach der Ausstellungs-Eröffnung durch BGV-Geschäftsführer Gerd Bäumer verteilte sich Jung und Alt zwischen die großen Plakatwände, um die großformatig präparierten Fotos in Augenschein zu nehmen und die dazugehörigen Daten zu lesen. Anschließend konnte man bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen herrlich fachsimpeln und Erinnerungen austauschen. Wer wollte, hatte die Gelegenheit, am Rechner nachzuschauen, wo welche Brücke denn ihren Standort hat oder hatte. Insgesamt bot der BGV ein recht abwechslungsreiches Programm, das auch jüngere Leute durchaus interessierte.

 

 

 

(Foto: BGV)

 

 

 

Alles Betzdorf - oder was?

 

Ausstellung des BGV

am 3. Dezember 2017

im "Haus der Betzdorfer Geschichte"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nicht nur gelb-rote Rasenmäher, auch andere Dinge konnten gute Botschafter für die Stadt an Sieg und Heller sein. Natürlich durften die obligatorischen Kugelschreiber mit Werbewirkung nicht fehlen, aber auch Schuhanzieher, Kleiderbügel, Bierkrüge und Trinkgläser und viele andere Dinge waren mit dem Schriftzug „Betzdorf“ versehen. In einer sehenswerten Ausstellung zeigte der „Betzdorfer Geschichte e.V.“ (BGV) am letzten Wochenende eine Vielzahl an Gegenständen, die diese Bedingung erfüllten. Selbst die Firmen-Geschirre der großen Firmen Wolf und Nickel konnten präsentiert werden. Aber auch mit papiernen Produkten warben viele Firmen für den damals aufstrebenden Industrieort. So wurde jede Visitenkarte, kurz CdV (Carte de Visite) genannt, mit dem Geschäftsort des Fotografen geziert. Manche Briefbögen waren richtige Kunstwerke mit den Abbildungen des Ortes, selbst viele Briefumschläge wiesen kunstvoll oder originell auf Betzdorf hin. Auch einige Kuriositäten konnte das recht zahlreich erschienene und interessierte Publikum an den Stellwänden im Vereinsdomizil finden, wie der Rest der Ausstellung meistens liebevoll mit Erläuterungen versehen. „Aber vollständig“, so wiesen BGV-Vorsitzender Heinz Stock und Geschäftsführer Gerd Bäumer unisono hin, „kann man solch eine Ausstellung natürlich nicht bekommen!“ Viele Artikel mit dem Bezug auf die Heimatstadt sind für immer verloren, viele im Laufe der Zeit noch gar nicht wiedergefunden und andere möglicherweise einfach nicht beachtet. Alles zu zeigen ist demgemäß unmöglich und so bleibt die Option, in ein paar Jahren eine mindestens ebenso interessante Folge-Ausstellung zu konzipieren. Vielleicht gibt es ja dann einen ICE-Zug namens „Betzdorf“, einen Erzfrachter gleichen Namens gab es jedenfalls in den 1920er-Jahren schon...

(Fotos: BGV)

 

 

 

150 Jahre Schützenverein Betzdorf

 

Ausstellung des BGV

vom 25. August bis 13. September 2018

im "Haus der Betzdorfer Geschichte"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Fotos: BGV)

Schon der Eröffnungstermin am 25. August war ein voller Erfolg: Viele interessierte Bürger fanden den Weg ins Vereinsheim an der Bismarckstraße. Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch des aktuellen „Jubiläums-„Schützenkönigspaares Fabian Bodora und Anna-Lena Jung. Das Publikum war begeistert von der großen Anzahl der Fotos aus der Geschichte des Schützenvereins, wobei dies lediglich eine Auswahl darstellte, wie Vorsitzender Heinz Stock in der Begrüßung erklärte. „Wir hätten leicht doppelt so viele Bilder zeigen können,“, so Stock. „doch die Grenze ist der zur Verfügung stehende Raum!“ 

Gezeigt wurden Personen und Ansichten von Feierlichkeiten von den Anfängen des Vereins bis zur Gegenwart – insgesamt weit über 200 Exponate. Für viele Besucher waren natürlich die Jahre nach dem letzten Krieg beonders interessant, da man sich an die jüngere Vergangenheit eher erinnern konnte und etliche Gesichter noch bekannt waren. Höhepunkte in der Darstellung waren die Feste zum 100-jährigen Jubiläum im Jahre 1968 sowie zum 125-jährigen Jubiläum anno 1993. Zu beiden Terminen gab es große, pompöse Festzüge und unzählige Auftritte von vielen Königspaaren mit den entsprechenden Höfen. 

Insgesamt konnte die Ausstellung an sechs Terminen besucht werden, jeder davon war sehr gut besucht. Auch der Vorstand des Schützenvereins mit der Vorsitzenden Sabina Kniep nahm die Gelegenheit wahr, die Bilder- und Dokumentenauswahl zu begutachten und mit Lob zu bedenken

Zum Ausklang konnten zwei ältere Damen, beide schon über neunzig Jahre alt und recht aktiv unterwegs, ihre Eltern und Freunde aus den 1930er-Jahren wiedererkennen. Natürlich drehten sich die anschließenden Gespräche um die damalige Zeit und die Erinnerung daran. Überhaupt ist der BGV immer an Zeitzeugen interessiert und möchte deren Erlebnisse und Erinnerungen gerne festhalten. Wer also irgendetwas beitragen kann, ist bei dem Geschichtsverein sehr gut aufgehoben!

Einen Beitrag konnten auch zwei Herren leisten, die kurz vor Schließung der Ausstellung auftauchten und ein Gepäckstück mitbrachten: Die Brüder Arno und Klaus Brucherseifer, übrigens Söhne des Schützenkönigs von 1960, Richard Brucherseifer, überreichten dem BGV die Vereinsfahne der Marinekameradschaft Betzdorf zum dauerhaften Verbleib. Heinz Stock nahm das Geschenk sehr gerne entgegen und versprach, die Fahne in Ehren zu halten. Die örtliche Marinekameradschaft war 1909 gegründet worden und löste sich 1984 schließlich auf. Einige Mitglieder nahmen aber auch danach noch an einigen Schützenumzügen teil. Ältere Mitbürger werden sich noch an den Flaggenmast vor der Gaststätte „Bürgergesellschaft“ erinnern, der stilecht auf das Vereinslokal der Kameradschaft hinwies. 

Letztlich hat der Betzdorfer Geschichtsverein eine umfangreiche und erstaunliche Ausstellung auf die Beine gestellt, die von der Bevölkerung dankbar aufgenommen und die sowohl von den Besuchern als auch vom Veranstalter überaus positiv bewertet wurde.
 

Foto oben: Schon bei der Ausstellungseröffnung war großes Interesse an der Vielzahl der Exponate zu verzeichnen.

Foto unten: BGV-Vorsitzender Heinz Stock nimmt die Fahne der Marinekameradschaft Betzdorf von Arno und Klaus Brucherseifer entgegen.
 

 

Betzdorf 1914 - 1918.

Unsere Heimat und der Erste Weltkrieg.

 

Ausstellung des BGV

vom 27. Oktober bis 15. November 2018

im "Haus der Betzdorfer Geschichte"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit der Veröffentlichung eines Buches und einer Ausstellung erinnert der Betzdorfer Geschichtsverein (BGV) an das Ende des Ersten Weltkrieges vor bald hundert Jahren, im November 1918. Der Titel des 128 Seiten starken Buches lautet: „Betzdorf 1914 – 1918. Unsere Heimat und der Erste Weltkrieg“. Es wurde vorgestellt am 27. Oktober im „Haus der Betzdorfer Geschichte“ in der Bismarckstraße 20. Es handelt sich um den siebten Band der Schriftenreihe „Betzdorfer Geschichte(n)“.

Parallel zur Präsentation des Buches wurde auch eine Ausstellung zum Thema Erster Weltkrieg eröffnet. Der BGV konnte als Partner die „Hermann-Gmeiner-Realschule plus“ in Daaden gewinnen. Dort hatte die Geschichts-AG vor zwei Jahren eine bemerkenswerte Sonderausstellung zum Thema Erster Weltkrieg mit dem Schwerpunkt Verdun gezeigt. Der BGV ist froh, dass sich die verantwortlichen Lehrer, Lars Limbach und Simon Imhäuser sowie die damaligen und die heutigen Schüler der AG bereit erklärt hatten, ihre eindrucksvolle Ausstellung noch einmal im „Haus der Betzdorfer Geschichte“ zu zeigen. „Auswirkungen auf unsere Heimat, und unterschiedliche Perspektiven werden beleuchtet, dokumentarische Fotos werden zu sehen sein und ein aufwändiges, begehbares Großexponat wurde aufgebaut. Wir versprechen eine spektakuläre Ausstellung“, sagte BGV-Geschäftsführer Gerd Bäumer.

Das sagten die Schüler dazu: „Verdun... wo vor über 100 Jahren bitterlich und menschenunwürdig gekämpft wurde, wo Kinder ihren Vater verloren, Mütter ihre Ehemänner und Mütter, Väter ihre Kinder. Unser Ziel ist es, das den Menschen näher zu bringen und ihnen zu zeigen, wie grausam das ganze doch wahr. Wir möchten dazu einladen, die Atmosphäre einmal selbst zu spüren und sich bewusst zu machen, wie dankbar wir alle doch sein können, in Ruhe und Frieden leben zu dürfen. Habt ein besseres Gedächtnis und lernt aus den Fehlern unserer Vergangenheit, kehrt sie nicht unter den Tisch, sondern werdet euch bewusst, was sie für euch im Einzelnen bedeutet.“

Die Schüler verarbeiteten in der Ausstellung ihre Eindrücke, die sie bei einem Besuch in Verdun gesammelt hatten. Darüber hinaus ordneten sie die Schlacht in den Kontext des Krieges ein und spannten einen Bogen in die Gegenwart – zu Terror und Menschen auf der Flucht vor Krieg und Gewalt.

Dabei hatten sich die jungen Historiker nicht damit begnügt, einfach „nur“ Exponate zusammenzutragen. Nein, sie hatten selbst Hammer, Säge und Klebstoff in die Hand genommen und Modelle gebaut, wie das berühmte Beinhaus von Douaumont mit dem Militärfriedhof und das Schlachtfeld rund um Verdun. Mit Hilfe von Säcken, Palisaden und Stacheldraht war ein Schützengraben nachgebaut worden. Ihn mussten die Besucher ebenso passieren wie ein nachempfundenes Gräberfeld gefallener Soldaten. Das vermittelte einen beklemmenden Eindruck von den Verhältnissen im Krieg. Und es zeigte, wie genau die Schüler hingeschaut und recherchiert hatten.

(Foto: G. Bäumer)

Die begehbare Ausstellung zeigt nahezu alle Facetten des Krieges. Erst der Überblick aus erhöhtem Standpunkt macht die komplexen Aufbauten annähernd deutlich.

Gegen Ende des Jahres 2018 bot es sich an, die Ereignisse des Ersten Weltkrieges aufzuarbeiten. Dies taten die Autoren in dem neuen Band: „Betzdorf 1914 – 1918. Unsere Heimat und der Erste Weltkrieg“. Die Vorstellung fand zur Ausstellungseröffnung am 27. Oktober statt. Auch wenn Betzdorf und die Region nicht direkt vom Kriegsgeschehen betroffen war, litt die Bevölkerung enorm unter den Auswirkungen der Kampfhandlungen. Als Eisenbahnknotenpunkt kam der Krieg indirekt in die Stadt an Sieg und Heller. Wie war die Versorgungslage? Welche Vereine gab es, wie verhielten sich die Unternehmen? Das Buch gibt Antworten.

„Die Autoren haben sich viel Mühe gegeben, das Thema von allen Seiten zu beleuchten. Herausgekommen ist wahrlich ein Geschichtsbuch, sehr zu empfehlen allen, denen die Heimat am Herzen liegt und allen, die sich informieren möchten, was sich vor 100 Jahren in Betzdorf ereignete. In diesem Punkt sei ganz besonders die heutige Jugend angesprochen“, sagte Bäumer.

 

 

Bericht (Auszug) von Schülern der Hermann-Gmeiner-Schule Daaden

 

Vereint im Mahnen und Gedenken – Schicksalstag 9. November

Die zehnten Klassen der Hermann-Gmeiner-Realschule plus Daaden begaben sich gemeinsam mit MdL Michael Wäschenbach (CDU) auf Spurensuche jüdischer Schicksale in Betzdorf und besuchten zusammen mit Schülern der IGS Betzdorf-Kirchen Ausstellung der Daadener AG Geschichte-Friedenserziehung im Haus der Betzdorfer Geschichte.

Seit einigen Jahren werden die Schüler der Daadener Schule am 09.11. vom Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach besucht. Dieser Schicksalstag findet sich, verbunden mit gleich mehreren Jahreszahlen, in allen deutschen Geschichtsbüchern, weshalb die Politiker des Landtages jährlich das Gespräch mit Schülern suchen.

Doch in diesem Jahr wandeln die Daadener auf geschichtlicher Spurensuche in Betzdorf. Sie treffen den Politiker am Betzdorfer Mahnmal, das an die damals in Betzdorf lebenden jüdischen Familien erinnert. 80 Jahre nach der Reichspogromnacht (9./10.11.1938) möchten die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen 10 vor Ort erfahren, welche Peinigung, Ausgrenzung und Demütigung Menschen anderer religiöser Orientierung auch in Betzdorf und Umgebung hinnehmen mussten. Dass die Verfolgung der Juden schließlich in deren systematischer Ermordung gipfelte, scheint die Schüler an diesem Gedenkort besonders zu ergreifen. Grund genug für Wäschenbach, direkt den Bezug zur Gegenwart herzustellen. Er betont, dass gerade in der heutigen Zeit wieder Menschen aufgrund religiöser und ethnischer Zugehörigkeit verachtet und ausgegrenzt würden und

Gemeinsames Gedenken der Schüler/Innen IGS-Betzdorf-Kirchen und der Hermann-Gmeiner Realschule plus Daaden in der Ausstellung (Foto: J. Hohne)

 

das Erinnern an die Nazi-Gräuel und die Ohnmachtshaltung der Bevölkerung daher von Seiten der Schule aufrechterhalten werden müsse. Gerade die jungen Leute sollten ermutigt werden, für demokratische Werte wie Meinungsfreiheit, Schutz der Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit zu kämpfen und rassistischen Strömungen zu widerstehen bzw. entgegenzutreten.

Vertieft in diese Gedanken erfahren die Schüler vom Besuch Hitlers in Wallmenroth 1931, von der Umbenennung der Betzdorfer Straßen nach dessen Machtübernahme, der Ausraubung und Demolierung des jüdischen Betraumes in der Viktoriastraße.

Auch der Wunsch „Kauft nicht bei Juden!“, den Betzdorfer Mitbürger vor dem damaligen Kaufhaus Gerolstein im Hinblick auf deren Inhaber äußerten, schockiert die Jugendlichen.

Mit Blick in die Hellerstraße, in der sich in den 1930er Jahren einige jüdische Bürger angesiedelt hatten, informieren sich die Schüler gegenseitig über die Schicksale einiger Familienmitglieder der Familie Tobias. Einige Juden – gewarnt durch Betzdorfer Nachbarn – verließen die Stadt und flohen; leider jedoch nicht weit genug! Viele werden deportiert oder begehen, um dem Leidensweg zu entgehen, Suizid. Jedem Anwesenden ist die Tragweite des Begriffes „verschollen“, der oft genannt wird, bewusst.

Im Anschluss treffen die Daadener auf Schüler der IGS Betzdorf-Kirchen, die ebenso an diesem geschichtsträchtigen Tag unterwegs sind, um die Ausstellung zum Ersten Weltkrieg im Haus der Betzdorfer Geschichte zu besuchen und dadurch dem Mahnen an ein friedliches Miteinander Gewicht zu geben.

Beeindruckt von den Modellen, Exponaten und Ausführungen der AGler (AG Geschichte Friedenserziehung der Hermann-Gmeiner –Schule) drängeln sich die Schüler der zwei Schulen auch an die Hörstationen (Weihnachtsfrieden 1914, Lazarett), vertiefen im Kino ihr Wissen über Gräuel und Gedenken in Verdun und begehen den nachgebauten Schützengraben.

Die begleitenden Lehrer Adrian Greipel, Horst Braun (IGS Betzdorf-Kirchen), Lars Limbach und Simon Imhäuser (Daadener Schule) dürfen im Haus der Betzdorfer Geschichte schließlich feststellen:

Schüler lassen sich auch heute noch von der Geschichte fesseln. Geschichte kann und muss gerade heute erlebbar bzw. greifbar für die Jugendlichen gemacht werden. Dann wird das Erinnern und Mahnen an die dunklen Kapitel deutscher Geschichte fruchtbar und unsere Jugend wird zum Multiplikator der Botschaft:

Es lohnt sich für ein friedliches Miteinander und Toleranz gegenüber Minderheiten einzustehen – heute mehr denn je!

 

Betzdorf in den 1950er-/1960er-Jahren

 

Ausstellung des BGV

im September 2019

im "Haus der Betzdorfer Geschichte"

 

Verlängerung:

9. und 10. November 2019

 

Eine Zeitreise in die Wirtschaftswunderzeit konnten zahlreiche Besucher beim Verein „Betzdorfer Geschichte“ unternehmen. Im Vereinsheim in der Bismarckstraße war mit viel Akribie und Herzblut eine Ausstellung zum Thema „Betzdorf in den 1950er-/60er Jahren“ zusammengestellt worden, die tatsächlich auch viele Menschen angesprochen hatte.

Schon beim Betreten des Gebäudes sorgte der geparkte Renault R4 als Blickfang für einigen Gesprächsstoff, der im Inneren mannigfaltig ergänzt wurde. Zunächst musste man an Ernestine vorbei, der Schaufensterpuppe, die die Besucher stilecht gekleidet am Eingang zum Saal empfing. Dort konnte man sich nicht nur an den vielen, vielen Ausstellungsstücken ergötzen, sondern auch eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen genießen – der Verein hatte nicht nur für optischen Genuss gesorgt.

Fotos, Zeichnungen, Zeitungen, Zeitschriften, Kataloge, Karten und Alltagsgegenstände wie Kohlenherd, Waschzuber, Teppichklopfer, Puppenstuben, Fotoapparate, Radios und vieles mehr ließen oftmals das Herz des Betrachters höher schlagen. Werbeplakate bewiesen: Rauchen war nicht verpönt, die Bild-Zeitung kostete 10 Pfennig und die Flower-Power-Bewegung kam in Gang. In Anwesenheit von Stadtbürgermeister Benjamin Geldsetzer wies Vorsitzender Heinz Stock in seiner kurzen Eröffnungsrede (s.Foto) auch auf die spezielle Betzdorfer Situation hin, eine Dokumentation in Form einer Präsentation konnte stilecht in originalen Kinosesseln genossen werden.

 

"12. März 1945 - Vor 75 Jahren: Bomben auf Betzdorf"

 

Ausstellung des BGV

12. bis 15. März 2020

im "Haus der Betzdorfer Geschichte"

 

 

 

Vier Tage lang hatte der Betzdorfer Geschichte e.V. seine Türen geöffnet, um seine sehenswerte Ausstellung zu den schrecklichen Ereignissen rund um den 12. März 1945 zu präsentieren. Zahlreiche Besucher ließen sich auch nicht von den aktuellen Ereignissen abschrecken und informierten sich anhand von über 70 großformatigen Fotos über den bis dato wohl zerstörerischsten Tag in der Chronik unseres Heimatortes. Die gewaltige Zerstörung, die die alliierten Bomber seinerzeit hauptsächlich in Hohenbetzdorf hinterließen, beeindruckte das sehr interessierte Publikum. So verursachte die Ausstellung auch sehr nachdenkliche Gesichter, man hatte sich meist nicht vorstellen können, wie es in diesen Tagen des Jahres 1945 ausgesehen hatte und welche menschlichen Dramen sich hier abgespielt haben müssen.

Zur Eröffnung fasste der BGV-Vorsitzende Heinz Stock die Daten des Tages zusammen, BGV-Geschäftsführer Gerd Bäumer trug die Augenzeugenberichte von Doris Weyer (Anwohnerin der Bismarckstraße) vor und die Augenzeugin Liesel Brühl-Gütelhöfer referierte ihren Bericht von damals selbst.

Der BGV hat damit mal wieder ein wenig Geschichts-Unterricht betrieben, der auch jüngeren Besuchern offensichtlich gefallen hat. Zumal nach den Rundgängen Kaffee und Kuchen im Angebot standen und gerne angenommen wurden...

 

Liesel Brühl-Gütelhöfer, Vorsitzender Heinz Stock und Geschäfts-führer Gerd Bäumer (v.l.) am Eröffnungsabend vor einer Fotowand.

Foto links oben: Heinz Stock zur Eröffnung der Ausstellung am 12. März 2020 vor interessiertem Publikum.

Fotos: Hans Schmidt

 

 

"160 Jahre Eisenbahn in Betzdorf"

Ausstellung des BGV

6. + 7. November 2021

im "Haus der Betzdorfer Geschichte"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Jahre 1861 kam die Eisenbahn nach Betzdorf und brachte ein bis dahin nicht vorhandenes Wirtschaftsleben, und damit viele auswärtige Menschen, geschäftliches Leben und Treiben und eine seinerzeit gewaltige Infrastruktur in unsere Gegend.

Das ist jetzt 160 Jahre her, der BGV wollte mit einer Fotoausstellung daran erinnern. Fast 200 Fotos aus dem Fundus mehrerer Sammlungen und Archive, vielfach bisher noch nicht veröffentlicht, hatten wir zusammengetragen und präsentierten sie mit anderen Ausstellungsstücken in gewohnter Weise im "Haus der Betzdorfer Geschichte".

(Fotos: GB)

Und die Ausstellung wurde dankbar angenommen, das interessierte Publikum kam zahlreich.

Nach der spannenden Eröffnungsrede von Manfred Krüger, der einen Abriss dieser heimischen Bahngeschichte skizzierte, war die Ausstellung eröffnet. Recht schnell füllten sich die freien Räume zwischen den Ausstellungswänden, deren Behang nach Eisenbahn-Themen geordnet und mit etlichen seltenen Dokumenten garniert war.

Auch die Foto-Präsentation mit 50 Eisenbahn-Bildern und der 15-minütige Film, der sporadisch eingespielt wurde, erfreuten sich großer Beliebtheit. Die aufgestellten Kino-Stühle waren immer von interessierten Besuchern besetzt.

Der Büchertisch mit aktuellen und auch antiquarischen Schriftwerken war immer gut belagert, die aus Corona-Gründen klein gehaltene "Kaffee- und Kuchenecke" war ständig besetzt und wurde dankbar angenommen.

Viele fleißige Hände trugen zum Gelingen dieser Ausstellung bei, die seit über anderthalb Jahren das erste "richtige" Event des BGV war. Der Besuch an diesem Wochenende ermutigt die Ehrenamtlichen des BGV zu weiteren Veranstaltungen!

 

"Gastlichkeit in Betzdorf"

Ausstellung des BGV

22. + 23. April 2023

im "Haus der Betzdorfer Geschichte"

 

 

Für jede Altersgruppe etwas im Angebot:

Zwischen dem jüngsten und ältesten Besucher lagen fast genau 90 Jahre Lebensalter!

(Fotos: G.B.)

Eine sehr informative Ausstellung zu Gaststätten, Hotels, Kneipen, usw. hatte der BGV am 22. und 23. April auf die Beine gestellt und dazu die Bevölkerung in das „Haus der Betzdorfer Geschichte“ eingeladen.

Viele Gäste konnten begrüßt werden und so mancher Besucher war erstaunt, welche „Gaststätten-Kultur“ im Laufe der Jahre in Betzdorf vorgeherrscht hat. Natürlich war in der Auswahl der fast 200 Fotos längst keine Vollständigkeit erreicht, doch die Besucher hatten die Möglichkeit, in eine vorbereitete Liste einzutragen, welche Örtlichkeit sie vermissten. Begleitet wurde die sehenswerte Ausstellung von einer Präsentation in Endlos-Schleife.

Fast schon selbstverständlich konnte man sich nach einem intensiven Rundgang auch wieder an Kaffee und Kuchen laben, der Verein wurde sozusagen selbst zur Gastlichkeit.

Einhelliges Fazit der Gästeschar: Großes Lob für die Vereinsaktiven und die Feststellung, dass man viel verpasst hatte, wenn man nicht da war...

"Schlaglichter"

Foto-Ausstellung des BGV

am 22.+23. September 2023

im SG06-Vereinsheim auf dem Bühl

zur Einweihung des Kunstrasens,

zu 70 Jahren Stadt Betzdorf und

zu 40 Jahren Aktionsgemeinschaft

 

 

Sehr interessiert zeigte sich das Publikum unserer Ausstellung im Vereinsheim der SG 06 auf dem Bühl. Auch die Polit-Prominenz war begeistert über unsere Zusammenstellung.

Nicht fehlen durfte natürlich auch die prominente Aussicht auf das Spielgeschehen auf dem Platz...

Fotos: G. Bäumer

 

Krippenausstellung

am 2. und 3. Dezember 2023

im "Haus der Betzdorfer Geschichte"

 

 

 

 

 

(Fotos: G. Bäumer)

 

"Singe, wem Gesang gegeben"

Betzdorfer Chöre

Ausstellung am 6. + 7. Juli 2024

im "Haus der Betzdorfer Geschichte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                         (Fotos: G.Bäumer)

Welch ein Fest an diesem sonnigen Juli-Wochenende im "Haus der Betzdorfer Geschichte:

Der BGV hatte die Betzdorfer Chöre-Kultur in einer wunderschönen Ausstellung zusammengefasst und präsentierte eine riesige Anzahl von Fotos und Gegenständen aus einer Zeit, als die Szene noch wesentlich lebendiger war als heute.Und das Publikum war sehr dankbar und sehr zahlreich.

Zur Eröffnung der Ausstellung machte der Geschäftsführer des Vereins, Gerd Bäumer, klar, dass hier kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben werden kann. Bei vielen der 26 dargestellten Chöre fehlen etliche Vereinsdaten und teilweise auch Fotos - trotzdem sind hier etwa 40 Fotos zusammen gekommen. Zudem gab es rund 70 weitere Ausstellungsstücke zu sehen: Plakate, Notenbücher, Preise, Gedenkmedaillen, Gastgeschenke, Fahnenschärpen... und natürlich historische Vereinsfahnen, die uns übergeben oder gesichert wurden.

Als besondere Überraschung erfreute zur Eröffnung der MGV "Frohsinn" Bruche als letzter Männerchor auf Betzdorfer Stadtgebiet die Zuhörer mit drei Vorträgen und erhielt dafür lautstarken Beifall.

Auch der BGV erhielt viel Zuspruch für diese recht umfangreiche Präsentation, viele ehemals aktive und passive Chormitglieder fanden den Weg ins "Haus der Betzdorfer Geschichte":